Kommende Ausstellung

Joann Sfar
Sans début ni fin

6.4. — 11.8.2019

Bild 20180828 Die Katze Des Rabbiners No 7 Age

Seit über 20 Jahren verleiht der 1971 in Nizza geborene Künstler Joann Sfar dem zeitgenössischen Comic bedeutende Impulse. In der jüdischen Kultur und einem Elternhaus voller Literatur aufgewachsen, schreibt und zeichnet er schon früh erste Geschichten. Inzwischen ist sein Werk allein im französischen Sprachraum auf mehr als hundert Alben und Bücher angewachsen. Am bekanntesten ist seine 2001 gestartete und bald acht Bände umfassende Serie «Die Katze des Rabbiners». Nachdem der Kater eines Rabbis aus Algier einen Papagei gefressen hat, kann er sprechen und seine eigenwilligen praktischen, philosophischen und religiösen Ansichten mitteilen. Er wird zum kritischen Kommentator einer Geschichte, der Hunderttausende von Leserinnen und Lesern gespannt folgen und die von Joann Sfar 2011 verfilmt wurde. Als Comiczeichner hat Sfar, der sich nach einem Philosophiestudium in Nizza und dem Besuch der Pariser École nationale supérieure des beaux-arts auch erfolgreich als Szenarist, Romancier und Regisseur betätigt, zu einem unverwechselbaren Stil gefunden. Sein Repertoire reicht von feinen, leisen Tuschezeichnungen bis zu Anleihen bei der Malerei. Spontane Skizzen in entfesselten Aquarellfarben wechseln sich ab mit reduzierten, lebensnahen Porträts – manchmal auf derselben Seite. Seine tiefsinnigen Geschichten sind nie lückenlos und verlangen nach Fantasie und Lust am Nachdenken. Das Publikum lässt sich begeistert auf diese Herausforderung ein, und die Kritik hat Sfar mit allen wichtigen Auszeichnungen der Comicwelt geehrt. Die Retrospektive im Cartoonmuseum Basel ist die erste grosse Überblicksausstellung des Künstlers überhaupt.