Cartoonmuseum Basel

Joost Swarte

Zeichner und Gestalter

15.11.2014–
22.2.2015

Der international renommierte niederländische Zeichner und Designer Joost Swarte (*1947) ist einer der wichtigsten Comickünstler der Gegenwart – vor allem in den Niederlanden und in Frankreich geniesst er seit langem Kultstatus. Joost Swarte arbeitet in verschiedensten Disziplinen. Seine unbändige Lust am Gestalten und Fabulieren fängt zwar meistens mit einer Zeichnung an, hört aber oft nicht damit auf. Neben unterschiedlichsten Comics, Illustrationen und Plakaten entstehen Glasfenster, Schriften, Objekte, Brillen, Möbel oder Architektur. Alle Arbeiten Swartes, ob grafisch oder dreidimensional, sind an seiner charakteristischen Handschrift erkennbar: eindeutige und klare, an geometrischen Grundformen orientierte Linienführung, präzise Stilisierung, monochrome, kräftige Farben, subtile Ironie. Immer scheint das enorme Wissen Swartes um die Form der Dinge auf, der studierte Industriedesigner zitiert ebenso lustvoll wie virtuos aus De Stijl, Bauhaus, Streamline Moderne, Memphis und anderen Stilen. In der im engen Austausch mit Joost Swarte entstandenen Ausstellung sind ausschliesslich Originalzeichnungen und zahlreiche Objekte aus allen Schaffensphasen des Künstlers zu sehen. In den 1980er-Jahren mit seinen inhaltlich vom Underground und formal von Hergés Ligne claire inspirierten Bildgeschichten international bekannt geworden, publizierte Joost Swarte regelmässig in etablierten Magazinen wie «RAW» und «The New Yorker». Er gab das Comicmagazin «Modern Papier» heraus und war Initiator des niederländischen Comicfestivals «Stripdagen Haarlem». Swarte gestaltete gemeinsam mit dem Architekturbüro Mecanoo das Theatergebäude De Toneelschuur in Haarlem und entwarf das Design für das Musée Hergé in Louvain-la-Neuve (BE). 2004 wurde er von der niederländischen Königin Beatrix als Offizier des Ordens von Oranien-Nassau ausgezeichnet.
Kuratorin: Anette Gehrig

  • Joost Swarte «Paris in abstrahierter Form» 2011

  • Joost Swarte «The New Yorker» 2007

  • Joost Swarte «Rietveld» 2011